Sahara - Freundschaft mit Hindernissen - Geschichte!

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Sahara - Freundschaft mit Hindernissen - Geschichte!

Beitragvon FaMoUzY » 12.08.2010 17:18

Hier folgt nun meine selbstgeschriebene Pferdegeschichte "Sahara - Freundschaft mit Hindernissen" in der es sich um ein Mädchen namens Julia dreht,die eines Tages ihre große Liebe in der Trakehnerstute Sahara findet.
Ich schreibe immer neue Fortsetzungen,also ich schreibe alles als Teile.
Viel Spaß beim lesen,es ist eine sehr traurige geschichte!


Wir durchstreiften den Pferdemarkt. Pferde standen kurz angebunden an der Wand,leere Blicke,ängstliche Körperhaltungen. Es war das schlimmste das ich je gesehen habe.
Doch da... Da stand sie! Ihr schwarzes Fell war matt und trübe,sie war traurig,genauso wie die anderen Pferde. Doch sie lenkte die Aufmerksamkeit auf mich. Sofort näherte ich mich ihr,und las an ihrem Schildchen einiges über sie. 5 Jahre alt.. Reinrassiger Trakehner.. "Verdammt! Wo ist dieser Kaufpreis?!",stöhnte ich. Da! Da war er! Sofort wendete ich meinen Blick vom Schildchen. 7000 Euro.. Eine Träne kullerte über meine Wange. Mein Vater kam angelaufen,fragte mich was ich bei diesem Pferd suchte. Ich erzählte ihm,dass ich es wirklich wollte. "Daddy,bitte.. Ich möchte diese Stute. Ich sehe dass sie leidet! Ich möchte ihr ein neues Leben bieten,mit ihr Spaß haben! Bitte Daddy! Sie ist meine Stute! Ich weiß es!",rief ich und sah ihn durchdringend an. Doch dieses mal blieb er hart. "Nein,wir werden ein anderes Pferd für dich suchen,Julia. Dieses ist zu teuer,es ist außerdem bestimmt von schlechter Herkunft,so wie es aussieht.". Ich konnte nicht glauben,was mein leiblicher Vater da von sich gab. "Nein!! Sie ist anders Daddy! Ich weiß dass sie mich braucht! Weißt du was mit diesen Pferden hier passiert? Weißt du das,Daddy? Sie werden alle sterben wenn sie heute nicht verkauft werden!! Und weißt du wo? Auf dem Schlachthof!! Ich möchte dieser Stute helfen! Sie soll ein schönes Leben haben!",schrie ich meinen verständnislosen Vater an und schluchzte. Schließlich klopfte ich der tapferen Stute den Hals,sie wollte ihren Kopf zu mir drehen und mich beschnuppern,doch der Strick zog sie zurück. Er war bestimmt nur 10 cm lang,und sie presste ihren Kopf beinahe an die Wand. Ich hörte ein Pferd wiehern. Kläglich. Dann noch eines. Plötzlich wieherten alle Pferde in diesem Raum nach Hilfe. Nur sie nicht,sie schien tapfer und entschlossen. Sie wusste aber nicht welches Schicksal sie erwartete! Mein Vater packte mich am Handgelenk und zog mich aus der betonierten Halle. Ins Auto. Ich schrie auf. "Nein Daddy! Ich will diese Stute! Ich weiß dass sie genau mich braucht! Daddy! Nein!",doch ich saß schon im Auto. "Ich dachte 4000 Euro,höchstens.. Aber doch nicht 7000 Euro.. Frechheit...",murmelte mein Vater. Ich stieß die Tür auf und rannte zurück zu der Halle,zu der Stute und sah das große Elend : Die Pferde wurden abgebunden und in die Hänger geführt. Mein Blick durchstreifte die Halle. Da war sie! Die kräftigen Männer zogen sie hinter sich her wie einen Sack Kartoffeln und sie bockte. Da! Sie erhob sich auf die Hinterhand,wieherte kläglich und ruderte wild mit den Hufen. Die kräftigen Männer interessierte das kaum. Sie zogen sie trotzdem hinter sich her und als sie weiterbuckelte,auf der Stelle,da zog einer die Peitsche hervor und knallte ihr eins auf die Kruppe. Sofort wurde sie steif wie ein Stück eisen und lief wie ein Roboter hinter ihnen her. Ich schluckte laut. Die arme Stute! Ich räusperte mich laut und schrie zu den Männern : "Stop! Ich möchte das Pferd kaufen! Bitte! Stop! Die schwarze Stute!",plötzlich drehte sich ein kräftiger Mann in meine Richtung und zog die Stute zu mir. Er sagte : "7000 Euro,dann sind sie dabei.",und ich antwortete ihm feindselig : "Ich bin nur dabei,für 4000 Euro.",und himmelte die Stute an. Der Mann lachte. "Pah! Dieses Dressurpferd! 4000 Euro! Du machst Witze!",und drehte sich um,um die Stute zurück zu führen. Da! Da kam mein Vater in die Halle gestürmt und packte mich am Arm. Er flüsterte mir zu : "Ich mache 5500 mit aber nur weil du meine Tochter bist." Ich erschrak : "1500 Euro ändern auch nicht besonders viel,er will 7000 Euro",dachte ich. Doch mein Vater sprang zu dem kräftigen Mann hin und handelte mit ihm ausgiebig herum. Plötzlich drehte sich mein Vater zu mir um,kam zu mir und stieg ins Auto. Mich zog er am Arm hinterher. Ich sah nurnoch ihre Hinterhand in dem Anhänger verschwinden und heulte laut los. "Daddy bitte bitte ich brauche diese Stute auch für 7000 Euro! Bitte Daddy!" Wortlos fuhr mein Vater los. Nach Hause. Plötzlich fiel mir auf,dass er einen großen Umweg fuhr. Als wir in unserem Heimatsdorf waren,ließ er mich nicht vor dem Wohnhaus unserer Familie raus,sondern auf dem Reiterhof vor der Koppel. Und da war ein Pferdeanhänger! Ich sprang kreischend aus dem Auto und rannte zum Hänger. Und alles war so wie ich es dachte! Die schwarze Stute,sie wurde ausgeladen! Mein Vater kam zum Hänger gelaufen und übergab dem kräftigem Mann die 7000 Euro. Ich bekam den Strick in die Hand gedrückt. Und ich konnte mein Glück nicht fassen. Laut rief ich:"Dankeee vielmals!" und stürmte mit ihr am Strick über die Wiese. Den Strick ließ ich 4 m lang,doch sie trottete vor mir her,und jetzt hinter mir,dann wieder vor mir. Sie genoss es einfach. Als ich mein Tempo verschnellerte,galoppierte sie an und buckelte vor Freude. Ich blieb am anderem Zaunende stehen. Der Pferdeverkäufer brauste davon,mein Vater kam zu mir rüber gejoggt und meinte : "Ich habe das nur getan,weil ich dich liebe.",dann gab er mir einen dicken Kuss auf den Mund und brauste ebenfalls davon. Ich konnte mein Glück kaum fassen. Ich führte sie in die Stallgasse. Dort hatten wir beriets eine Box gemietet und einen Spint mit meinen Reitsachen und dem Pflegezubehör ebenfalls. So ließ ich die Stute die neue Box beschnuppern und beziehen. Schnell holte ich die Pellets und das frische Wasser und füllte die Troge,da die Stute ziemlich abgemagert und hungrig aussah. Ich wartete bis sie gegessen und getrunken hatte,dann führte ich sie zur Stallgasse,legte das alte Halfter und den alten Strick in meinen Spint und versuchte,ihr das neue Halfter überzustreifen. Doch sie warf den Kopf nach hinten. Ich dachte,wie schlimm es für sie sein musste,dieses alte,enge Halfter anzubekommen,und sie verband bestimmt schlimmes damit. Also ließ ich sie am neuen Halfter schnuppern,und am strick. Ich strich ihr damit über ihr Fell. Und dann stupste sie es an. Also legte ich es ihr langsam und vorsichtig an,mit einem leckerlie in der Hand,sodass sie ihre Nüstern durch den Riemen steckte. Alles hatte geklappt,und sie bekam ihre Leckerei. Ich strich ihr über das Fell,und dachte : "Dieser Tag ist der schönste Tag in meinem Leben.."


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