Ich schaute mir das Pony genauer an und stellte fest, das der Kleine sonst eigentlich einen recht gesunden Eindruck machte. Die Augen waren klar, die Hufe ok. Ich fackelte gar nicht lange und kratzte alles an Geld zusammen, was ich, mein Mann und meine Mutter dabei hatten, handelte noch eine Weile mit dem Verkäufer und dann gehörte der Kleine mir.
Mein Mann musste dann natürlich erst einmal nach Hause fahren (etwa 50 km) und den Hänger holen, während meine Mutter und ich den kleinen Tiger zum Parkplatz führten, der auf einer Wiese angelgt war. Dort warteten wir also auf den Hänger.
Eigentlich hatte ich schon Angst, der Kleine könnte die Fahrt nicht gut überstehen, weil er so elend aussah, so dürre wie der war. Aber er kam gut bei uns zu Hause an.
Wir stellten ihn auf eine kleine Wiese neben die anderen Shettys und er konnte etwas grasen. Es schien aber fast, als wüsste er nicht recht wie das gehen soll.
Am anderen Tag kam erstmal der TA, Wurmkur, Impfung allgem. Untersuchung. Alles war soweit ok, bis auf das Untergewicht. Aber nach nur wenigen Tagen sah der Kleine schon ganz anders aus. Wacher und aufmerksamer wurde er mit jedem Tag und nahm allmählich dank Mash zu.
Irgendwie hatte ich den Eindruck, als würde er mir jeden Tag mit seiner so liebenswerten Art sagen: Danke, es ist schön hier.
Und das macht er noch heute. Er ist so brav, so anhänglich und so arbeitsbereit, nichts muss ich ihm mühsam beibringen, alles lernt er superschnell und wie es aussieht auch gerne. Er möchte einfach nur alles richtig machen und ist jetzt ein liebes Fahrpony mit Familienanschluss und macht mich seit nun vier Jahren jeden Tag glücklich! Wenn das Schicksal es weiterhin gut mit uns meint, dann bleiben wir auch für immer zusammen!


