Beinahe böse Sache!

Für alles was sonst nirgendwo so recht passen will.

Beinahe böse Sache!

Beitragvon Mini-Mary » 22.05.2008 12:55

Hallo ihr Lieben!

Gestern ist was passiert, also das war ganz schön heftig:

Katrin wollte ihre Alexa reiten, bindest sie am Tor vom Reitplatz an (weil gleich neben der Koppel und sie kann so die anderen Pferde weiter sehen) und fängt an zu putzen. Alles ist toll wie immer.
Auf der Weide rennen auf einmal die beiden Fohlen wie doof los, es klappern die Hufe auf den Paddockplatten. Alexa erschrickt dabei so sehr, dass sie das gesamte Gatter aus den Angeln gehofen hat, das Tor fällt natürlich um, Alexa erschrickt noch mehr und geht rückwärts, das Tor an Halfter und Leine natürlich hinterher. Alexa gerät in Panik, rennt los, das Tor hinter sich her ziehend. Katrin versuchte noch das Tor und damit Alexa festzuhalten, aber ein panisches Pferd hält niemand fest. Alexa rennt vom Hof, das Tor neben sich herziehend, in Richtung Wald. Wir erstmal zu Fuß hinter her, aber ein Pferd ist einach schneller. Etwa 500 Meter weiter ist dann endlich die Leine gerissen, das Tor blieb liegen und Alexa verschwindet im Waldweg Richtung Feld und Wald.

Katrin war komplett fertig. Sie schrie panisch: "Mein Pferd, mein Pferd!" und heulte wie verrückt.
Ich versuchte sie ein wenig zu beruhigen, indem ich ihr die Aufgabe erteilte, ein Halfter, eine Leine und die Tüte Leckerlies zu holen, während ich das Auto aus der Garage fuhr.
Katrin hatte die Sachen sofort geholt und schon fuhren wir Alexa hinterher. Zwischenzeitlich hatte ich meinen Mann angerufen, der sich auch sofort auf den Weg gemacht hat (ein Vorteil wenn man selbstständig ist, man kann sofort von der Arbeit weg).

Den Waldweg entlang bis zur nächsten Wegkreuzung war nichts von Alexa zu sehen. Wir bogen nach links ab, da kam sie aus den nächsten Weg getrabt, auf uns zu. Wir sprangen nur aus dem Wagen, mit der Leckerlietüte in der Hand. Alexa war aufgeregt und nervös, lies sich aber ohne zögern einfangen. Katrin geriet wieder in Panik, denn Alexa blutete an mehreren Stellen: zwei Risse an der Bauchseiten, eine größere blutende Stelle am Oberschenkel hinten, mehrere Abschürfungen an den Beinen.
Nun war auch schon mein Mann zur Stelle. Katrin beauftragte ich sofort, den TA anzurufen, damt sie erstmal wieder beschäftigt war.

Mein Mann führte nun Alexa nach Hause, ich fuhr mit Katrin im Wagen zurück.

Keine 15 Minuten danach waren Alexa und auch der TA schon auf dem Hof. Alexa bekam eine kleine Sedierung zur Beruhigung, denn sie war natürlich noch völlig nervös und dann konnten wir ihre Verletzungen genauer begutachten.

Sie hatte großes Glück gehabt, denn alle Verletzungen sind "nur" oberflächlich, nicht schön aber eben ungefährlich! Wir haben alles ausgewaschen und mit Jodlösung gespült.

Auch Katrin hatte sich wieder beruhigt, aber ein Handgelenk und eine Schulter haben doch etwas gelitten, als sie versuchte, Alexa noch zu halten.

Das war also Glück im Unglück, auch heute früh war Alexa völlig normal drauf, nichts ist geschwollen und lahmen tut sie auch nicht. Die Wunden sehen gut aus, werden nun täglich mit der Jodlösung gespült und dürften bald verheilt sein.

Was alles hätte passieren können, darüber darf man gar nicht nachdenken.

Ich schreibe dies auch, weil es wieder einmal zeigt, das Tiere einfach unberechenbar sind, egal wie gut man sie kennt, egal wie zuverlässig und lieb sie sind, vor einem solchen Vorfall ist man einfach nicht gefeit!
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Beitragvon Kylia » 22.05.2008 20:38

Na, tolle Sch****.
Es heißt nicht umsonst, das man Pferde nicht an Türen usw anbinden soll (sag jemand der seid letzten Sonntag den Basispass hatt :lol: ).
Nee, ganz ehrlich ist man manchmal nicht vorsichtig genug.
Ich habe meine Dicke früher auch an der Türe angebunden (da es keine andere Möglichkeit gab) und natürlich kann ein Pferd sich erschrecken (da kann man es noch so gut kennen).
Im April, (wo ich noch beim Anweiden war) hab ich die Dicke grasen lassen und auf einmal hat sich ein Shetty selbstständig gemacht.
Kylia war nicht angebunden, aber ich hing am Strick und bin ca 5 Meter durch die Gegend geschossen. :shock:
Ich finde es immer faszinierend, wenn es um das Thema Panikhacken geht (die Teile öffnen sich -- wenn sie es nicht sollen und ist Gefahr in Vollzug, bleiben die Teile zu *brech*.
Tiere sind unberechenbar das ist und bleibt wohl so.
Und man sollte immer genug Vorsicht walten lassen.
(Schreibt die Richtige :oops: ich habe meine Dicke garnicht angebunden, wenn ich ihr Fressen gebe und sie geht auch neben mir her, wenn es wieder zur Koppel geht --- Ich bin auch viel zu unvorsichtig :shock: )
Früher hatte ich Geld -- heute habe ich ein Pferd ;-)
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Beitragvon Mini-Mary » 23.05.2008 08:36

Das Blöde ist ja, das diese Seite des Tores fest ist, also verankert war und man das eigentlich nur dann aufmachen kann, wenn man mit dem Trecker auf den Platz will. Aber Alexa hat das Tor samt Verankerung und den eingemauerten Scharnieren rausgerissen :shock:
Was da für eine Kraft dahinter steckte, kaum zu glauben!
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Beitragvon Sailor » 26.05.2008 17:14

Wenn Pferde sich erschrecken, dann kriegen die alles kaputt, das is leider so. Gefeit is man davor nich', das is klar, jedes Pferd kann sich mal aus irgendwelchen Gründen erschrecken, aber deshalb kann man - meiner Meinung nach - nich' das Pferd in Watte packen oder besser drekt auf der Wiese lassen, weil ja das und das und das gleich aus den und den Gründen passieren könnte... :shock:

Aber is doch gut, dass keinem was ernstes passiert is, kann man nur auf Holz klopfen.. :)
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Beitragvon Cowgirl1975 » 08.06.2008 14:02

Hallo! Ich hoffe, dem Pferd gehts wieder gut. Mir ist das auch vor zig Jahren mal passiert, als ich mein Pferd an der BoxenTÜR angebunden habe. Sie hat sich erschreckt, geht rückwärts, und reisst die ganze Tür aus den Angeln. Ich hatte großes Glück, denn sie ist cool geblieben und hat sich den Strick mit der Tür dran ohne Panik abmachen lassen. Gar nicht auszudenken, was passiert wäre, wäre die Türe dem Tier auf den Kopf geknallt.
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Re: Beinahe böse Sache!

Beitragvon Ernst » 31.01.2010 10:20

So viel Dummheit gibt es immer wieder. Ich weis einen Fall da wurde ein Pferd an die Boxtüre gebunden, als das Pferd erschrocken ist riss es die Tür heraus die hat dann den Tierarzt
erschlagen.
Gruß Ernst
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Re: Beinahe böse Sache!

Beitragvon Mini-Mary » 02.02.2010 11:13

Muss nicht immer unbedingt Dummheit sein, eher Unachtsamkeit, denn mit der Routine schleichen sich eben auch schnell mal Nachlässigkeiten ein.
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