Es ist nicht immer schön, ein Pferd zu haben...

Für alles was sonst nirgendwo so recht passen will.

Es ist nicht immer schön, ein Pferd zu haben...

Beitragvon Papierblume84 » 13.12.2008 22:01

Hallo ihr Lieben,

muss einfach mal was los werden und irgendwie drüber reden... habe die 3 seit langem schlimmsten Tage hinter mir.. mein Hü das ich ja erst seit ein paar Monaten habe hatte eine Gaskolik mit verlagertem Dickdarm. Mein Haustierarzt war 2x an dem Abend da, bis ich dann nach 4 Stunden ohne Darmgeräusche und sichtbarer Besserung mit ihm in die Klinik gefahren bin und er dort intensiv aufgenommen und behandelt wurde. DAnn die Entscheidung zu treffen, was tun wenn eine OP ansteht... es hat mir fast die Luft zu atmen genommen! Die ganze Nacht kein Auge zu bekommen, und wenn ich eingeschlafen bin, sofort wieder hochgeschreckt und gehofft dass es ein Alptraum war. Gott sei dank hat das Telefon die Nacht nicht geklingelt und am nächsten Mittag die erlösenden Worte der TA, dass der Darm nicht mehr verlagert ist und sie anfangen ihn anzufüttern am nächsten Tag könnte ich ihn holen. Für mich waren die Stunden die absolute Hölle. Jetzt ist er wieder zu Hause und einigermaßen fit. Hat aber trotzdem total abgebaut und ich hab totale Angst, dass es wieder los geht... . Hoffe und bete, dass er sowas nie wieder durchmachen muss und ich auch nicht... .

Liebe Grüße
Papierblume84
 

Beitragvon Mini-Mary » 15.12.2008 08:21

Oh schreck, ja, da macht man was durch.
Habe solche Nächte auch schon hinter mir und ich kann nachempfinden, wie es dir gegangen sein muss.
Und auch wenn jetzt alles wieder ok ist, die Angst sitzt einem trotzdem noch ganz lange im Nacken. Ständig beobachtet man, ob alles ok ist, geht mit einem flauen Gefühl im Magen zum Stall usw.

Schön dass es so gut ausgegangen ist und ich wünsche deinem Pferd weiter alles gute und dass ihr sowas nicht noch einmal erleben müsst!
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Beitragvon apollon14 » 17.01.2009 13:08

Tut mir echt leid!
Ich hatte mal einen shlimmeren Fall: Wir hatten einmal ein Islandpferd, Vinur. Der hatte auf einmal so Magenkrämpfe. Wir haben den Tierartzt geholt und ihm undzählige medikamente gegeben und Sachen eigeflösst die helfen sollten. Wir ginge auch immer spazieren um die Verspannungen zu lösen. Das hat aber leider alles nichts geholfen......
Einmal, als ich dann gerade von der Schule nach Hause gekommen bin, war der Tierarzt wieder bei uns. Ich bin nach Draussen gegangen auf die Weide. Da habe ich Vinur am Boden liegen gesehen. Er hat sich gewunden und gekrümmt. Es hat shrecklich ausgesehen...... Der Tierarzt hat gesagt, dass es das best wäre, wenn wir ihn einshläfern würden. Er hat ihm die Spritze gegeben. Vinur ist ruhiger geworden und hat sich immer weniger bewegt. Kurz darauf bewegte er sich nicht mehr. Er war tot.
Und sein Kumper Noekkvi, mit dem Er 17 Jahre in der Schweiz gelebt hatte verstand die Welt nicht mehr. Er wiehrte die ganze Zeit und suchte ihn...
zum Glück hatten wir da noch die zwei Stuten, ohne die wäre er verzweifelt.
(noekkvi und vinur hatten wir noch nicht lane bei uns! Wir haben sie von einer bekannten so zu sagen "Ausgeliehen" weil sei mal eine Pause brauchte)
wir erfuhren dann vom Tierarzt noch dass sich bei Vinur der Darm vershlungen hat und so einen Knoten gebildet hat....

Ich wünsche allen , dass sie so etwas nie durchmachen müssen! es ist shrecklich!!
apollon14
 

Beitragvon *Fiona* » 17.01.2009 15:52

ohh mein Beileid...ich möchte an sowas gar nicht denken und hoffe das mir und auch den andern Usern nicht passiert...Jeder muss mal gehen aber dann nicht mit solchem Leid....

Wie lange hat es denn gedauert, bis sich Noekkvi wieder beruhigt hat???
*Fiona*
 

Beitragvon apollon14 » 18.01.2009 13:17

Nicht sehr lange. Am Anfang war es für ihn shon ziemlich shwer, weil vinur war 18 jahre sein einziger Pferde-Freund! Aber es ist dann shon gegangen...
apollon14
 

Beitragvon *Fiona* » 18.01.2009 16:10

dann ist ja gut...man weiß ja leider nicht wie sich die tiere wirklich fühlen
*Fiona*
 

Beitragvon apollon14 » 18.01.2009 19:41

jaa leider.. :?

aber es gibt ja solche leute die mit tieren sprechen können und sie auch verstehen! Bin leider kein solcher...
apollon14
 

Beitragvon kiwi » 19.01.2009 23:06

Wenn ein Tier plötzlich und unerwartet stirbt ist das immer traurig und meist nicht so leicht zu verarbeiten, egal, ob es das eigene ist oder man nur damit umgeht.

Ich hatte am alten Stall vor einigen Jahren auch mal ein schreckliches Erlebnis:
Seit ein paar Wochen hatten wir eine neue Einstallerin mit einem jungen Haflinger. Ein nettes, aber total unerzogenes Tier.
Es war Sommer und weil es so heiß war, standen die Pferde nachts auf der Wiese und tagsüber im kühlen Stall. Als ich eines frühen Morgens die Pferde rein holen wollte, kamen alle wie immer freudig angelaufen, bis auf den Haflinger, der stand nur noch auf drei Beinen da.
Die Pferdebesitzerin war natürlich gerade im Urlaub und der Stallbesitzer nicht zu erreichen.. Ich fühlte mich total hilflos und habe dann eine andere Einstallerin angerufen, die auch gleich den Tierarzt informiert hat.
In der Zwischenzeit habe ich die anderen Pferde in den Stall gebracht und auch versucht den Kleinen iwie von der Weide zu bekommen, aber es bracht nichts.
Es war ein Bild des Jammers, wie er da stand verzweifelt wieherte und versuchte sich zu bewegen, aber das Bein hing bloß wie in einer losen Hülle am Körper.
Der TA diagnotizierte dann einen Muskelabriss und einen Knochenbruch. Man könnte operieren, aber das wäre sehr teuer und die Erfolgsaussichten wären gering. Iwann hat dann auch mal jemand die Besitzerin erreicht, die direkt sagte, dass sie das weder bezahlen könne noch wolle..
Also haben wir dann den Schlachter angerufen, der den Leiden des Kleinen mit einem Bolzenschuss ein Ende setzte.
Dummerweise konnte er den Körper aber nicht mitnehmen, weil er ein kurz zuvor eine Wurmkur bekommen hatte und die Wartezeit noch nicht vorüber war.
Also haben wir, als der Schlachter weg war, den Abdecker angerufen, aber weil Wochenende war, konnte der den Kadaver erst am Montagmorgen abholen, so dass ein Bauer ihn mit dem Traktor noch von der Koppel runter bis auf den Misthaufen ziehen musste.
Das war um die Mittagszeit.
Ich war total fertig mit den Nerven und habe nur noch geheult.

Seitdem bin ich immer froh, wenn ich zu meinem Pferd komme und sehe, dass er noch auf allen Vieren steht..
kiwi
 

Beitragvon apollon14 » 20.01.2009 19:15

Das ist aber auch eine harte Geschichte...!!! Bin nur froh wenn mir so etwas nie mehr passiert!
apollon14
 

Beitragvon kiwi » 20.01.2009 22:04

Ja, vorallem kann sich keiner wirklich erklären, wie das passiert ist..

Wir vermuten, dass er gestiegen ist, weil er sich mit einem der anderen Pferde, die über Eck auf der Nachbarweide standen, kebbeln wollte.
Während der Landephase ist er dann möglicherweise mit dem Bein zwischen die Querstreben des metallernen Weidetores geraten und hängen geblieben.
kiwi
 

Beitragvon Rocky » 24.01.2009 13:25

Oh man, das sind echt alles heftige Geschichten.
zum Glück habe ich so was noch nicht wirklich erlebt. Und mein Pferd hatte immer wahnnsiniges Glück.
Vor ein paar Monaten habe ich nur ein älters Pferd im Satll gehabt, wir holten es rein und es sah aus als hätte er nur ne Kollik. Eine Freundin und ich riefen die Besitzer an und führten das Pferd bis die kamen.
Am Ende haben wir dann erfahren das er einen Darmverschluss hatte und am nächsten mittag eingeschläfert wurde in der Klinik.
Ich bin froh das ich das meiste nicht mitbekommen habe. Aber ich kann mit gut vorstellen das so was zu erleben nicht einfach ist.
Mein Beileid euch allen.
Knuffz
Gruß Rocky
Rocky
 


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