Ich kam gegen 13 Uhr zu meiner Farm und sah schon, daß meine Jeanny am Zaun lag und nicht mehr aufstehen konnte. Ich schmiss alles von mir....Rucksack und Jacke und rannte wie eine irre ihren Namen rufend hin. Sie horchte und hob den Kopf. Dann sah ich, daß sie überall blutig war, sie war festgelegen und das wohl Stundenlang und hat versucht aufzustehen.
Dann hob ich sie und redete ruhig auf sie ein, bis sie stand.....mit zittrigen Beinen sind wir dann, ich stütze ihren Kopf zum Stall.
Dann rief ich den TA an und bereitete auf der Winterweide ein Heubett und gab ihr dort Wasser.
Dann viele sie dort hin und ein über eine Std. dauernder Todeskampf nahm seinen fogelschweren Lauf in dem ich sie immer wieder mit Heu stütze und ihren Kopf jedemal abfing wenn sie mit ihm vor Schmerzen hin und her schlug . Nie in meinem Leben wünsche ich euch das miterleben zu müssen.
Mein TA steckte in einer anderen Ecke von Hamburg und als er endlich da war, schrie ich nur.....Bring alles mit, hier ist Ende....mach schnell Schluß....
Er wollte mit dem Auto die Weide hoch fahren aber das ging wegen dem Boden nicht.
So nahm ich ein Halfter und habe meine sich vor Schmerzen zuckende Jeanny auf die Beine gestellt bekommen und sie ging mit mir ihren letzten Gang dem TA entgegen.
Sie hielt still, nahm die Spritze so gelassen entgegen viel und es war aus. Endlich. Ich habe so zu Gott gebetet sie endlich sterben zu lassen.....
Sie hatte wohl schon eine Darmverschlingung.
Beim Todeskampf standen alle anderen Ponys am Zaun. Und dann sind Socke und Rusty auf die offene große Weide gegangen aber Valentino ist fast durchgedreht. Er wieherte mit Batida um die Wette und rannte im Jagtgalopp am Zaun auf und ab.
Ich ließ die beiden dann zu ihr aber sie gingen nicht ganz an Jeanny ran. Es war als würden sie Wache stehen. Dann brachte ich sie nach 45 Minuten wieder rüber und da standen sie dann wiehernd am Zaun bis ich ging.
Ich deckte Jeanny dann mit einer Plane ab.
Sie wurde sie am nächsten Tag abgeholt und ich musste den Abdecker zu mir lotsen.
Vorher hat mein Bauer sie mit dem Traktor von der Weide gehoben, mit der Gabel seines Treckers und das ganz sachte.
Ich habe mir weder das noch den Abtransport angesehen, das konnte ich nicht.
Aber ich habe sie da wo sie hingehört, in meinem Herzen, ganz tief und fest ist sie immer bei mir.
Jeanny, du warst und bist einfach nur wunderbar und ich danke Gott dafür, dich zu mir gebracht zu haben und diese wudnerbare Zeit von über 15 Jahren mit dir gemeinsam erleben zu dürfen! Und ich werde euch Camargues immer lieben!



