Unsere Hannoveranerstute Alexa

Auch dieses traurige Thema braucht Platz. Wie geht es Euch, wenn Eure Pferde älter werden? Wann ist der richtige Zeitpunkt? Hier ist auch Platz für Trauer.

Unsere Hannoveranerstute Alexa

Beitragvon Mini-Mary » 03.02.2010 11:36

Ich erzähle euch heute von einem traurigen Ereignis, das wir im letzten Jahr erleben mussten:

17.04.2009

Das Leben kann unglaublich grausam sein!

Was mit einer scheinbar "leichten" Augenentzündung begann war wie wir gestern/heute schmerzlich erfahren mussten, ein hochgradig aggressiver Hirntumor, der in den letzten 10 Tagen förmlich explodiert sein muss!

Heute Morgen mussten wir uns also von dem liebsten Pferd der Welt und aller Zeiten verabschieden, um sie von weitern Schmerzen und Qualen zu erlösen!
Wir sind völlig fassungslos, meine Tochter Katrin vollkommen am Boden zerstört (Alexa war ihr Reitpferd)!

Wie gesagt dachten wir anfangs an eine leichte Bindehautentzündung, weil das eine Auge leicht geschwollen war und ein wenig tränte. Wir begannen also mit dem TA eine übliche Behandlung, die jedoch nicht wirklich anschlagen wollte.
Nach weiteren Untersuchungen und Behandlungen durch Salben und Medikamente in den folgenden Tagen stellte sich auch keine Besserung ein, im Gegenteil, es schien immer schlimmer zu werden.
Dann, von einem Tag auf den Anderen explodierte dieses Schlimmer werden förmlich, das Auge eiterte wie verrückt, quoll sichtlich aus der Augenhöhle, begann bereits auszutrocknen, da der Lidschlag nicht mehr zu funktionieren schien.
Also sind wir gestern mit Alexa in die Klinik gefahren.
Dort wurde dann per Ultraschall und weiteren Untersuchungen festgestellt, dass sich hinter und unter dem Augapfel tumoröses Gewebe befand!
Auch das scheinbar gesunde andere Auge reagierte auf Lichtreflexe nicht mehr. Da dies jedoch auch mit der Sedierung, Schmerzmittel usw. die Alexa bekommen hatte zusammenhängen konnte, wollte die TÄ noch die Nacht abwarten, bevor es an eine mögliche OP gehen sollte. Dass Alexa ihr Auge verliert war uns klar, es war furchtbar, aber damit konnte sie ja leben. Wir kannten einige Pferde, die auf einem Auge blind waren oder eines verloren hatten und trotzdem prima zurecht kamen.
Heute Morgen bekamen wir jedoch die Nachricht, dass das kranke Auge noch viel schlimmer geworden sei und auch das scheinbar gesunde Auge bereits blind war.
Es gab nun zwar die Möglichkeit einer OP, jedoch standen von vorn herein die Chancen extrem schlecht und so wollten wir Alexa nicht weiter diesen Qualen aussetzen.
Sie ist heute Morgen ganz sanft eingeschlafen!

Die TÄ (eine Augenspezialistin) rief uns später noch an, nachdem sie doch noch einmal bei alexa nachgeschaut hatte, sie wollte einfach genau wissen, was tatsächlich passiert war, denn so ein extrem schnelles Fortschreiten hatte einen Grund:
Der sehr bösartige Tumor kam aus dem Schädel, war möglicherweise schon seit Langem unbemerkt vorhanden und wuchert nun plötzlich so extrem, dass sich das Gewebe natürlich den leichtesten Weg gesucht und so das Auge befallen hatte.

Wir können es einfach nicht fassen, ich kann einfach nicht aufhören zu weinen, einmal um Alexa, die doch bei uns alt werden sollte, und dann um Katrin, die mir so unendlich leid tut, weil sie ihre liebste Freundin auf so grausame Weise verloren hat!

Wir hoffen, Alexa kann nun im Pferdehimmel ein besseres, schmerzfreies Dasein führen und trifft dort ihre Freunde, die schon auf sie warteten wieder!
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Re: Unsere Hannoveranerstute Alexa

Beitragvon Silke » 03.02.2010 20:33

OhGottohgottohgott. :(
Schlimme Geschichte, es tut mir sehr leid für Dich, Kathrin und vor allem Alexa. Die Arme, ich hoffe, sie hatte nicht schon lange Schmerzen. :cry:

Seid Ihr über den Verlust hinweg oder wie geht es Euch damit?
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Re: Unsere Hannoveranerstute Alexa

Beitragvon Mini-Mary » 04.02.2010 09:57

Liebe Silke!

Ja, inzwischen sind wir darüber hinweg, aber wir vermissen sie nach wie vor, denn Alexa war ein so tolles Pferd!!!
Ich glaube nicht dass sie lange Schmerzen hatte, nur die letzten 2 Tage eingentlich. die Behandlung von der anscheinend harmlosen Augenentszündung bis hin zu ihrem Ableben hat gerade mal 2 Wochen gedauert. Sie hat sich das Auge ohne mit der Wimper zu zucken salben lassen, war so lieb und ruhig wie immer. Es gab nie irgendwelche Anzeichen, das etws mit ihr nicht stimmte.
An dem Tag, als wir sie in die Klinik gebracht haben, war es das erste mal, dass sie zuckte, als wir an ihr Auge wollten.
Was uns so sehr weh getan hat, das ist nicht nur der Verlust eines so tollen Pferdes, sondern auch die Tatsache, wie Vertrauensvoll Alexa sich in unsere hände begeben hat. Sie ging ohne zu zögern in den Hänger, obwohl sie schon so gut wie komplett blind gewesen sein muss. Auch in der Klinik, absolut gelassen und ruhig die Gute.
Natürlich hätte man sie operieren können, aber damit hätten wir ihr leben nur um wenige Wochen verlängert und dann wäre sie blind gewesen. Außerdem hätte sie dann in dieser Zeit mit Sicherheit Schmerzen gehabt. Das wollten wir ihr ersparen.
Die Klinikärztin erzählte uns, das alexa am Morgen ganz gelassen in ihrer Box lag und ruhig am Heu knabberte. Sie bekam eine Sedierung und dann die Spritze und ist so völlig ruhig in dieser Box eingeschlafen!

Alexa war 16 Jahre, wir dachten wir hätten noch so viel Zeit, wollten dass sie bei uns alt wird usw.
Sie fehlt uns sehr, besonders Katrin!

Wir werden sie immer in unseren Herzen tragen!

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Re: Unsere Hannoveranerstute Alexa

Beitragvon Silke » 05.02.2010 20:37

Ja, dieses Vertrauen in uns, dass wir es schon richtig machen, bricht einem das Herz. Ging uns mit Berta auch so. Sie ist noch freudestrahlend ins Auto gesprungen, weil sie autofahren so liebte. Wenn sie geahnt hätte, dass das ihre letzte Fahrt war. :cry: Ach Mist. Hat Kathrin nun ein neues Reitpferd in Aussicht?
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Re: Unsere Hannoveranerstute Alexa

Beitragvon Mini-Mary » 08.02.2010 21:33

Katrin hat sehr gelitten, sie hat zwei Tage und zwei Nächte nur geweint. Aber sie hat einen ganz lieben Freund der auch die ganze Zeit bei ihr war, sie einfach nur festgehalten hatte und sie hat weinen lassen.
Danach haben viel über Alexa gesprochen, das hat ihr sehr geholfen!!

Inzwischen hat Katrin schon ein neues Pferd, wir haben uns eigentlich recht schnell danach umgesehen, weil wir aus Erfahrung wissen, dass eine neue Aufgabe besonders hilft! Natürlich ist Alexa deshalb nicht vergessen, aber es erleichtert es schon sehr!

Nun gehört der 14jährige Holsteiner Wallach "Leonidas" zu unserer kleinen Herde, hat sich sehr gut eingelebt und Katrin und er sind bereits ein tolles Team geworden.
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