von blue-stones » 03.09.2011 07:17
Ich hab mit 18 Jahren bei meiner Arbeitskollegin das erste mal auf nem Pferd gesessen. Sie ist gelaufen und ich bin raufgesessen. Sie hat ihr Pferd dann losgelassen und er ist angetrabt Richtung Heimat. Ich konnte nicht reiten, aber er hat mich sicher heimgebracht - irgendwie hat er allerdings die Geschwindigkeit entschieden. So sind wir ein wenig getrabt, wenn ich gerutscht bin ist er gemütlich im Schritt gegangen, bis ich wieder gesessen bin. Zu Hause haben wir dann auf meine Freundin gewartet.
Ab da war ich Feuer und Flamme. Ich hab es mit Reituntericht versucht. Da durfte ich das Pferd aber nichtmal putzen, also bin ich auf die Suche nach einer Reitbeteiligung gegangen.
ABER! Wer gibt einem Anfänger schon eine Reitbeteiligung?
Die "Pferdekenner" vom Stall meiner Arbeitskollegin haben mir dann empfohlen ein eigenes Pferd zu kaufen. Ich hab nach einem braven, älteren Pferd gesucht, von dem ich was lernen kann.
Auf Anraten dieser Pferdekenner habe ich dann den Charly gekauft mit den Angaben 6 Jahre, gut zugeritten. Ich hatte große Schwierigkeiten mit ihm und hab ihn nicht verstanden, bis mich mein Tierarzt gefragt hat, was ich von einem 4 1/2 jährigen, rohen Pferd eigentlich erwarte. Jetzt wurde mir auch klar, was die Aussage des Vorbesitzers bedeutet hat er kann ihn im Galopp nicht sitzen. Kunststück Charly konnte einfach den Reiter und sich nicht ausbalancieren.
Von da an wurde es besser. Ich hab es irgedwie, als Anfänger, geschaft ihn "zuzureiten". Jetzt ist er schon 22 Jahre bei mir. Charly ist mein Fels in der Brandung.