JJ3

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JJ3

Beitragvon Santo94 » 22.04.2008 16:53

Bündner Wildhut erlegt Braunbär "JJ3"


Chur - Der Bündner Braunbär "JJ3" ist tot. Das zwei Jahre alte Männchen wurde am Montagabend in der Region Thusis von der Wildhut erlegt. Weil es sich aus besiedeltem Gebiet nicht vertreiben liess, sahen die Behörden keine andere Lösung.

Der Bündner Regierunsgrat Stefan Engler sagte, "JJ3" habe in den letzten Wochen beinahe täglich aus Dörfern in Mittelbünden vertrieben werden müssen. Das Raubtier sei trotz der vielen Vergrämungsaktionen mit Gummischrot und Knallpetarden nicht scheuer, sondern immer unverfrorener geworden.

Der Entscheid, den Bären vom Problem- zum Risikobären umzuklassieren und ihn abzuschiessen, wurde am Freitag in Absprache mit dem Bundesamt für Umwelt (BAFU) getroffen.

Als das "Ende einer Unausweichlichkeit, die wir kommen sahen", bezeichnete Reinhard Schnidrig von der Sektion Wald und Wildtiere des BAFU den Abschuss. Den in Freiheit geborenen Braunbären in einem Gehege einzusperren, sei verworfen worden.

Dies könne nur in Gefangenschaft geboren Tieren zugemutet werden. Alle beteiligten Experten seien dieser Meinung, unterstrich Schnidrig.

Dass das Verhalten des Raubtiers nicht geändert werden konnte, liegt an seiner Herkunft. Mutter "Jurka", die aus Slowenien zur Vergrössserung der Bärenpopulation im Trentino nach Italien gebracht wurde, sei schon in ihrer Heimat von Menschen "angefüttert worden", erklärte Schnidrig.

"JJ3" hatte "eine hervorragende Nase", schilderte Georg Brosi, Vorsteher des Bündner Amtes für Jagd und Fischerei. Das Tier beschränkte sich nicht auf Schafe oder Bienenstöcke. Es nahm auch mit Katzen- oder Tierfutter Vorlieb und leerte Abfalleimer, um seinen Hunger zu stillen.

Im Gegensatz zum Risikobären "JJ3" geht es seinem Halbbruder "MJ4" nicht an den Kragen. Er lebt unbehelligt im Engadin und im Müstertal.

Bei Umweltorganisationen stiess das Vorgehen auf Protest: Der Abschuss sei keine Lösung, kritisierte der WWF. Er will abklären, ob ein Rekurs erfolgsversprechend wäre.


http://www.swissinfo.ch/ger/news/newsti ... ositionT=2
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Beitragvon Santo94 » 22.04.2008 16:56

Ich finds total schade,dass man ihn erlegt hat.Es wäre schön,wieder einen Bären in der Schweiz zu haben,und ihm mal nicht das selbe Schicksal wie allen andern zu geben. :?
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Beitragvon Santo94 » 22.04.2008 16:58

Halbbruder MJ4 darf vorerst weiterleben 22.4.2008 15:13
Mit MJ4 lebt im Gebiet Engadin Münstertal ein weiterer Bär im Kanton Graubünden. Im Gegensatz zu seinem getöteten Halbbruder hat er sich seine Scheu vor den Menschen bislang bewahrt. Zwar hat auch MJ4 einige Schafe gerissen und sich an Bienenständen bedient. Menschen meidet er aber und wird entsprechend selten gesehen. Kein Verständnis für den Abschuss von JJ3 hat der WWF. JJ3 sei nie aggressiv gegenüber Menschen geworden, führt die Umweltorganisation in einer Stellungnahme an. Wie bereits wiederholt gefordert, hätten die Vergrämungsaktionen noch weitergeführt werden sollen.

http://news.search.ch/inland/2008-04-22 ... eiterleben
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Beitragvon Silke » 22.04.2008 17:38

Nicht schon wieder... ich kann es ja irgendwie verstehen, dass niemand möchte, dass seine Hühner und Schafe gerissen werden. Oder plötzlich ein Bär vor dem Wohnzimmerfenster steht. Aber da muss es doch irgendwelche anderen Möglichkeiten geben...? Umsiedlung?

Ach Luana, noch eine kleine Bitte... wenn Du solche Zitate aus Zeitungen oder Online-Diensten bringst, bitte die Quelle dazu schreiben, nicht, dass es Ärger gibt. Danke. :)
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Beitragvon Santo94 » 22.04.2008 18:36

Uups,sorry,hab ich rigendwie vergessen... :oops: Werds noch schnell machen....
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Beitragvon Sailor » 23.04.2008 18:29

Tja, der Bär is vom Menschen dahin gebracht worden und von Menschen angefüttert worden und somit sind die Menschen dran schuld, dass er getötet wurde.. Oh man, wir glauben echt wir können Gott spielen oder?!?!
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Beitragvon Santo94 » 23.04.2008 18:46

Ist schon so.....vorallem sind wir ja nicht die einzigen Lebewesen hier,auch wenn wir uns manchmal so verhalten.... :?
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Beitragvon simley » 23.04.2008 22:28

Das Problem is doch auch vergleichbar mit Wölfen oder? Die kommen jetzt auch immer häufiger vor und v. a. Bauern sind "selbstverständlich" dagegen. Ich finds völlig natürlich, wenn es Lebewesen gibt, die uns etwas "wegnehmen". War ja früher genauso.
Klar ist das alles nich schön...aber so ist nun mal das Leben. Vor allem in Gebieten wo es früher auch Bären gab, sollte man sich eher freuen, wenn sie wiederkommen.
Sie sollten allerdings nicht in Städte/Dörfer wirklich reingehen (z. B. durch Fütterung des Menschen). Wenn das der Fall is, muss man aber nich gleich den Bären töten, sondern erstmal versuchen, ihn von der Stadt "wegzulocken".
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Beitragvon Silver » 26.04.2008 20:37

Also,ich fänds ja auch wundercshön wieder einen Bären zu haben.....
Aber wie gesagt,die Menschen glauben einfach,sie sind die Herrscher über alles und sie schauen (typisch mensch!!!) wiedermal nur für sich! :roll:
Silver
 

Beitragvon Sailor » 28.04.2008 15:54

Ich persönlich hab auch nix dagegen, wenn sich Wölfe und Bären wieder ausbreiten, aber auf der andren Seite: habt ihr mal drüber nachgedacht dass dann alle unsre Pferde potentielle Beutetiere sind?? :?
Sailor
 

Beitragvon Silke » 29.04.2008 08:27

Stimmt schon, Sailor. Denke aber mal, dass Bären grundsätzlich eher scheue Tiere sind. Die haben doch normalerweise gar keinen Grund, in die Nähe von Menschen zu kommen. Außer es herrscht Nahrungsknappheit im Wald, dann müssen sie ihre Runden natürlich vergrößern... das Problem liegt also nicht an den Bären, sondern an den zu kleinen Lebensräumen.
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Beitragvon Sailor » 30.04.2008 16:06

Und das zu ändern wird das größte Problem
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