Ponyreiten auf dem Cannstatter Wasen tierschutzwidrig

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Ponyreiten auf dem Cannstatter Wasen tierschutzwidrig

Beitragvon News-Moderator » 30.04.2010 14:42

Stuttgart / Gerlingen, 29. April 2010 – Die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e. V. hat sich letzte Woche Mittwoch bei der Ponyreitbahn auf dem Cannstatter Frühlingsfest umgesehen. Das erschütternde Ergebnis: leidende Ponys, tierschutzwidrige Bedingungen. PETA hat umgehend eine Meldung an die Veterinärbehörde in Stuttgart geschickt und hofft jetzt auf unverzügliches Einschreiten. Nach wie vor fordert die Tierrechtsorganisation von den Veranstaltern, zukünftig keine Ponyreitbahnen mehr auf dem Frühlings- oder Volksfest zuzulassen. Ein Brief von PETA an die „in.Stuttgart Veranstaltungsgesellschaft mbH“ vom 30. März blieb jedoch bislang unbeantwortet. Deswegen kündigt die Organisation an, in den nächsten Tagen eine Online-Initiative zu starten, um den Veranstaltern „einzuheizen“. Eltern bittet PETA, mit ihren Kindern das Ponyreiten zu meiden.

„Ponys gehören auf die grüne Wiese und nicht ins ohrenbetäubende Festchaos eines Jahrmarkts! Pferde sind Lebewesen und keine Karussell-Maschinen. Auf dem Frühlingsfest gibt es für Jung und Alt genügend Spaßmöglichkeiten“, so Carola Schmitt von PETA. Entgegen dem Positionspapier der Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz waren alle Ponys am Mittwoch während der PETA-Überprüfung in tierschutzwidriger Anbindehaltung und mit Stricken fixiert. Den Tieren stand kein Wasser zur Verfügung. Ein Auslauf war zwar vorhanden, doch es befanden sich weder Tiere noch deren Hinterlassenschaften darauf. PETA vermutet daher einen „Alibi-Auslauf“. Eines der Welsh Ponys hustete mehrmals, hatte weißen Ausfluss aus den Nüstern. Einer der Norweger hatte einen starken Senkrücken, womöglich durch zu frühes Einreiten oder die Belastung mit zu viel Gewicht verursacht. Eindeutig erkennbar: Satteldruck an beiden Seiten seines Widerrists, in der Regel durch einen falsch sitzenden Sattel ausgelöst. „Jeder, der Erfahrung hat mit scheuernden Schuhen, weiß, welche Schmerzen das Pony hatte“, so Schmitt. Zudem führt das monotone Im-Kreis-Laufen zu Gelenkschäden der Tiere. Während des Reitens waren die Ponys karawanenartig hintereinander zusammengebunden, was aus tierschutzfachlicher Sicht ebenso abzulehnen ist. „Es besteht ein großes Verletzungsrisiko, falls eines der Tiere scheut oder versucht durchzugehen.“ Zudem sind die Ponys am Trensenring mit dem Sattel des nächsten Pferdes aneinander verbunden. „Eine absolute Tierquälerei. Den Tieren kann es das gesamte Trensengebiss durch den Mund hauen“, erklärt Schmitt. Einige Ponys sind zudem übertrieben eng ausgebunden, so dass ein ungehindertes Vorwärts- oder Abwärtsstrecken des Halses nicht möglich ist. Schmerzhafte Verspannungen im Nackenbereich sind vorprogrammiert. Hier finden Sie weitere Informationen!
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