Bruache Tipps für ein Korrekturpferd

Verhalten, Probleme, Tipps zum Umgang ... und das bitte ohne Gewalt!

Bruache Tipps für ein Korrekturpferd

Beitragvon Rocky » 14.05.2008 11:34

Mein Traber is echt super lieb. Und er rollt sogar seinen Hals ein. Aber dann hat sein Trab kein Schwung mehr und es fühlt sich fast so an als wolle er auf der Stelle treten. Egal wie sehr ich auch treibe es interessiert ihn nicht. Was kann ich tun?
Rocky
 

Beitragvon Santo94 » 14.05.2008 12:42

Also ist das immer so oder nur dann,wenn er den Hals auch wirklich einrollt?
Santo94
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Beitragvon Rocky » 14.05.2008 14:25

Nur wenn er den Hals einrollt. Vorher is er halt mit hochgerecktem Kopf gelaufen wenn er getrabt ist. Und seit ich drei Monate Betritt hatte rollte er sich ein. Was ja eigentlich, glaub ich, auch ganz gut ist. Aber jetzt fehlt da total der Speed.

Gruß Rocky
Rocky
 

Beitragvon Lina » 03.11.2008 13:23

also eig is es gut wenn es den kopf runter macht aber es sollte nich zu viel sein ....es kann ja auch sein das er sich zu viel auf den kopf konzentriert und dann das traebn "vergisst" ...
Lina
 

Beitragvon kiwi » 04.11.2008 12:06

Beides ist falsch, dein Pferd soll ans Gebiss herantreten und sich fallen lassen!
Das bedeutet, dass es weder mit hochgerecktem Kopf (über dem Zügel) und weggedrücktem Rücken vor deinen Hilfen wegrennen, noch mit in Richtung Brust eingerolltem Hals (hinter dem Zügel) sich verkriechen und klemmen darf.

Ich möchte an dieser Stelle auf die ersten drei Punkte der Ausbildungskala verweisen: Takt, Losgelassenheit und Anlehnung. Daran habert es bei euch nämlich.
Dir aus der Ferne Tipps zu geben ist sehr schwierig, am besten suchst du dir einen kompetenten Reitlehrer vor Ort, der euch während des Reitens korrigiert.

Ich würde dir raten, dein Pferd mit Dreiecks- oder Laufferzügeln viel zu longieren (evtl. auch über Stangen), damit es lernt sich fallen zu lassen und den Rücken herzugeben.

So lange dein Pferd nicht wirklich locker ist, solltest du nur leichttraben (und später erst nur ein paar Tritte aussitzen, bis du nach und nach dazu kommst die gesamte Arbeitsphase auszusitzen ohn, dass ihr beide euch dabei wieder verpannt).
Reite möglichst viele gebogene Linien und auf dem zweiten oder dritten Hufschlag, damit dein Pferd lernt sich selbst auszubalancieren und deinen äußeren Schenkel anzunehmen. Auch zahlreiche Handwechsel und Übergänge von einer Gangart in die andere sind wichtig (bei euch erstmal nur Schritt-Trab, Schritt -Halten).
Überhaupt muss dein pferd eine Hilfen annehmen, es darf sie weder ignorieren noch davor flüchten, deshalb musst du sehr konsequent und geduldig sein. Wenn dein Pferd deinen Schenkel ignoriert, erhöhst du solange den Druck (Impulsartig) bis es reagiert, notfalls nimmst du dir eine Gerte zur Unterstützung. Und immer schön loben, wenn es etwas richtig macht!
Sowieso ist ein ausbalancierter Sitz und eine ruhige Hand (die prompt nachgibt, wenn sich das Pferd nach unten dehnt, ohne den Zügel wegzuschmeißen und springen zu lassen) unerlässlich, wenn du damit Porbleme hast, schnall lieber erst noch einmal einen langen Dreieckszügel ein, damit du dich auf deinen Sitz konzentrieren kannst.

Das wars fürs erste von mir. Falls du etwas nicht verstehst, kannst du gerne nachfragen..
Gruß =)
kiwi
 

Beitragvon Rocky » 04.11.2008 15:01

Dnake, das is lieb von dir. :D
Ich werde ma versuchen deine Tipps um zu setzen. Das mit dem Reitlehrer finde ich auch. Nur leider muss ich mir einen neuen suchen.
Meine alte war echt super aber der Hofbesitzer hat sie
leider rausgeworfen, deswegen muss ich mich leider so lange alleine durchschlagen. :?
Da er leider auch keine richtige Ausbildung hatte und sehr
dominant ist habe ich so die schwierigkeiten, aber ich gebe mein bestes um aus ihm ein tolles reitpferd zu machen. :wink:
Danke
Gruß Rocky
Rocky
 

Beitragvon kiwi » 04.11.2008 23:41

Wie lang hast du deinen Traber denn schon (das Thema ist ja schon beinahe ein 1/2 Jahr alt) und was hast du bisher so mit ihm gemacht?
Welche reiterlichen Erfahrungen hast du vorher schon gesammelt (auf welchem reiterlichen Stand bist du selbst)?

Als Basisliteratur würde ich dir vom FN-Verlag das Buch " Richtlinien für Reiten und Fahren Band 1 - Grundausbildung für Reiter und Pferd" empfehlen. Leider ist es aufgrund der hochgestochenen Sprache nicht besonder schön zu lesen, aber es steht viel Wissenswertes drin :!: . Um deine Situation beurteilen und ggf. verbessern zu können, musst du ja erst einmal wissen, was richtig und was falsch ist.
So scheinst du z.B: Schwung (das energische Abfußen der Hinterbeine) mit Vorwärtsdrang und Geschwindigkeit zu verwechseln:"Und er rollt sogar seinen Hals ein. Aber dann hat sein Trab kein Schwung mehr und es fühlt sich fast so an als wolle er auf der Stelle treten."

Es dauert meist sehr lange und ist recht mühsam ein verkorkstes Pferd wieder hinzu bekommen. Aber nur Mut, manchmal wird mehr draus, als man anfangs zu hoffen gewagt hätte :) . Traumpferde werden nicht geboren, sondern gemacht (das beste Beispiel hab ich selbst im Stall stehen :wink:).
kiwi
 


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