Beim Satteln trat die Stute des öfteren aus und benahm sich, wie die Axt im Walde.
Aber das beste kam erst noch als die Trense an der Reihe war drehte sie völlig durch, man musste aufpassen das sie einem nicht ein Kopfnuss gab oder mit ihren Hufen auf des Reiters Füßen stand hin und her gehampel, kurz um eine Katastrophe.
Was tun sprach Zeus?, die Götter sind besoffen
Erst einmal kam die böse Trense weg und mit viel Leckerlis und Ruhe wurde das Stütchen erst einmal beruhigt und ihr klar gemacht, angebunden zu sein ist nichts schlimmes!
Nach langen Übungsphasen kam dann vorsichtig die Trense wieder ins Spiel und die Stute blieb ruhig. Aber auf dem Platz fing die Stute wieder mit Kopfschlagen an und rannte wie irre los.
Nur die Ruhe bewahren dachte sich die Reiterin und es wurden immer kurze und positive Übungen mit der Stute gemacht.
Irgend wann einmal als es so aussah die Stute hätte begriffen, dass alles gar nicht so schlimm sei ging dann die junge Reiterin 18 Jahre und andere Reitfreundinnen im Schritt ein bisschen im Gelände spazieren mit Ihren Pferdchen. Aber die Hafi Stute beginn dann von jetzt auf gleich wieder mit dem Kopfschlagen und rannte dann volle Kanne los .Das durch parieren wurde völlig ignoriert und Gott sei Dank bekam die Reiterin die Stute mitten auf dem Feld in den Zirkel geritten wo sie nach ca. 20 Runden langsam mal runter kam.
Nun stand es fest das Gebiss war nichts für die Stute, eine Hackamor wurde beim nächsten mal
zum Einsatz gebracht. Da zeigte sich schon, dass ohne Gebiss die Welt viel schöner sei!!!
Nur im Gelände gab die Stute wieder Gas und ging ab, aber sie sammelte sich viel schneller als vorher mit Gebiss und sie konnte nach Hause geritten werden.
Aber das war es wohl auch noch nicht, mit der Hackamor konnten nicht genug Einwirkungen gegeben werden lediglich auf den Nasenrücken.
So nun wurde sich von einer Freundin der LG-Zaum ausgeliehen.
Bei diesem Zaum waren viele Möglichkeiten gegeben die Einwirkung auf den Nacken, den Nasenrücken und die Kinnkette je nach dem wie die Stute drauf war konnte eingestellt werden. Einfach viel besser die verschiedenen Einwirkungen.
Im Gelände wurden die Shanks drauf gemacht und ausprobiert mit und ohne Hebelwirkung und was geschah, die Stute ist seit her ein kontrollierbares Stütchen!! Die immer mal wieder los rannte aber ganz schnell runter kam und der Reiterin fiel auf das durch den LG-Zaum die Stute keinen Schmerz mehr im Maul hat und deswegen viel schneller zur Ruhe kam.
Nach einer Zeit des Probierens schaffte dann die Reiterin sich selbst den LG-Zaum an und seit dem läuft es immer besser.
Nun sind drei Monate ins Land gegangen und seit fast acht Wochen rennt das Stütchen nicht mehr im Gelände davon sie lässt sich jetzt entspannt reiten und wird zusehens ruhiger auch beim Satteln und Aufzäumen. Eine harte Arbeit mit viel Geduld und Ruhe und einem guten Zaum. Text von A.Pries Erlebnis von T.Düren